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Shanghai: Hoch hinaus

04 Hoch hinaus

Aus Sicht vieler Shanghaier wohnen wir vielleicht auf der „falschen“ Seite des Huangpu. Am östlichen Ufer des Flusses liegt Pudong, ein erst in den letzten 25 Jahren wirklich erschlossener Stadtteil, der jedoch heute das Finanz- und Handelszentrum und damit auch die höchsten Gebäude der Stadt beheimatet. Und wer einen wirklich grandiosen Blick auf die 23-Millionen-Metropole werfen möchte, der muss hierher kommen.

Im Wesentlichen sind es vier Wolkenkratzer, die heute die berühmte Skyline von Shanghai ausmachen. Den höchsten davon, den 632 m hohen Shanghai Tower (übrigens das zweithöchste Gebäude der Welt!), heben wir uns noch ein wenig auf – man muss ja noch steigerungsfähig bleiben.

Heute geht es in schwindelerregende Höhen auf das immerhin 492 m hohe Shanghai World Financial Center, im Volksmund wegen seines charakteristischen Aussehens auch „Flaschenöffner“ genannt. In rasender Geschwindigkeit bringt uns der Aufzug in den100. Stock. Und wenn man dann – etwas benommen – durch einen Glasboden auf den „winzigen“ Pearl Tower, das Wahrzeichen der Stadt, und das endlose Häusermeer hinabblickt, fühlt man sich schon sehr erhaben. Und man bekommt große Lust, die Stadt zu erforschen!

Übrigens ist der Bau des „Flaschenöffners“ ein japanisches Projekt. Die Öffnung an der Spitze des Gebäudes sollte ursprünglich als „Mondtor“ kreisrund gestaltet werden. Dies stieß jedoch bei den Chinesen auf Ablehnung, weil sie sich zu sehr an die japanische Nationalflagge erinnert fühlten. Ohne die nun trapezförmige Öffnung wäre es wohl auch nie zu dem schönen Spitznamen gekommen.

 


 

Das Lingua-Team ist bekanntermaßen reisefreudig, und so hat es Claudia aus dem Admin-Team mit ihrer Familie für eine längere Zeit nach Shanghai verschlagen. Von dort berichtet sie künftig regelmäßig in unserer Rubrik wikiLINGUA über ihre Eindrücke aus der spannenden und wohl westlichsten Metropole Chinas.

18.10.2018